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Ungeachtet seiner damals vor allem für das deutsche Auge ungewohnten Dimensionen, war der normale "600er" mit 5,54 Metern Gesamtlänge unter den Grossen noch längst nicht der Grösste. Aber er unterschied sich von den anderen Mitgliedern im automobilen Oberhaus vor allem durch sein konsequent geradliniges und geradflächiges Design mit hohen, fast senkrechten Fenstern und minimal gewölbtem Dach.

Für entsprechende Fahrleistung ( 207 km/h ) sorgte der erste V8-Motor, natürlich mit einem vollautomatischen Getriebe kombiniert, der bis dato in einem serienmässigen Mercedes-Benz Personenwagen Dienst tat. Mit 6,3 Litern Hubraum und 250 PS"... bildet der Motor mit seinen obenliegenden Nockenwellen - je eine pro Block - und der Benzineinspritzung ins Ansaugrohr eine Extrapolation der kleineren Mercedes-Benz-Motoren", war in einem Bericht zu lesen.

Viel Sorgfalt war der Optimierung des Bedienungskomforts im "600er" gewidmet worden. Prall gefüllt mit pneumatischen, hydraulischen und elektronischen Hilfen und Steuerorganen setzte er auch auf diesem Gebiet neue Masstäbe: Eine zentrale Druckhydraulik ist für Türschlösser, Servolenkung, Scheibenbremsen, Stossdämpferverstellung, Fensterheber, Schiebedach, Belüftungsklappen, Trennscheibe, Sitzverstellung und Lösegerät der Feststellbremse beim Anfahren zuständig. Das Druckluftsystem bedient die Scheibenbremsen sowie die Luftfederung und ihre Höhenregulierung. Und die Schlösser der Türen, des Kofferraumdeckels und Tankverschlusses wurden per Knopfdruck bedient, während die Klimaanlage elektronisch reguliert wurde.

Vor 35 Jahren Weltpremiere: Typ 600

foto: daimler-benz classic nr. 63 134/9
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Mercedes-Benz 600 - das Auto der Superlative

Mit seiner Weltpremiere vor 35 Jahren anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung 1963 in Frankfurt, knüpfte der "Grosse Mercedes" 600 an die Tradition vor dem zweiten Weltkrieg an. Bis in unsere Tage gilt er als automobiler Zeitzeuge und Symbol industrieller und damit auch wirtschaftlicher Prosperität jener Zeit in Deutschland. Zu internationalem gesellschaftlichem Ansehen kam er als Wagen kirchlicher wie weltlicher Würdenträger.
Die Exklusivität des "Grossen Mercedes" blieb allein schon durch die geringe Produktionszahl gewahrt: Insgesamt 2.677 Wagen entstanden von 1963 bis 1981 in weitgehender Einzelanfertigung. Davon 487 in Pullman-Ausführungen mit längerem Radstand, die sich wiederum in 428 Limousinen und 59 Landaulets aufteilten. 586 Fahrzeuge blieben in Deutschland, ein Drittel der Produktion ging in die USA.

Quelle: Daimler-Benz Classic / Max-Gerrit von Pein / Dieter Ritter



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