Zusammen
mit anderen laufenden Effizienzsteigerungs- programmen sollen die
Verwaltungskosten pro Jahr um 1,5 Milliarden Euro und die Mitarbeiterzahl
in den Verwaltungs-
funktionen innerhalb der nächsten drei Jahre um bis zu 20 Prozent reduziert
werden
Der DaimlerChrysler-
Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Sitzung der neuen Ressortverteilung im
Vorstand zugestimmt. Sie wird zum 1. März 2006
wirksam
Together with other ongoing efficiency programs,
G&A costs are expected to be reduced by1.5 billion EURO per year, G&A
staff reduced by up to 20 percent over three years
At a meeting today, the DaimlerChrysler Supervisory
Board agreed to the realignment of functions in the Board of Management,
which will be implemented by March 1st, 2006. |
Neues Führungsmodell für
DaimlerChrysler
Stuttgart -
DaimlerChrysler hat heute ein neues Führungsmodell bekannt gegeben,
mit dem die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns verbessert und weiteres
profitables Wachstum ermöglicht werden soll.
Das Modell ist darauf ausgelegt, das Unternehmen weiter zu integrieren, die
operativen Bereiche voll auf die jeweiligen Kernprozesse zu fokussieren und
die Zusammenarbeit im Unternehmen zu fördern. Darüber hinaus sollen
Redundanzen verringert und Management-Ebenen abgebaut werden. "Ziel ist eine
schlanke, bewegliche Struktur mit optimierten und stabilen Prozessen, die
das gesamte Potenzial von DaimlerChrysler freisetzt", sagte Dieter Zetsche,
Vorstandsvorsitzender von DaimlerChrysler. "Wir haben ein starkes
Produktportfolio, auf dem wir aufbauen können." Allein im Jahr 2005
hat DaimlerChrysler 17 neue Produkte auf den Markt gebracht und verfügt
damit über eines der jüngsten Produktportfolios in der
Automobilindustrie. Diese offensiven Investitionen in die Zukunft sollen
fortgesetzt werden.
"In den letzten Jahren haben wir uns auf das Automobilgeschäft fokussiert
und begonnen, die Kernprozesse in unseren Geschäftsfeldern zu optimieren",
sagte Zetsche. "Aber um unsere Zukunft in dieser wettbewerbsintensiven Branche
zu sichern, müssen wir auch die Verwaltungsfunktionen optimieren und
an den Anforderungen unseres Geschäfts ausrichten." Die Vorarbeiten
für das neue Modell wurden seit Mitte 2005 auf Top-Management-Ebene
und mit internen Ressourcen vorangetrieben.
Im Fokus des Programms stehen
Organisationsstrukturen und Prozesse innerhalb des gesamten
Unternehmens.
Zu den strukturellen Änderungen gehört die Konsolidierung und
Integration aller Verwaltungsfunktionen, wie etwa Finanzen und Controlling,
Personal und Strategie. Diese Funktionen werden zentralisiert und berichten,
über das ganze Unternehmen hinweg, an den jeweiligen Leiter dieser Funktion.
Doppelkapazitäten zwischen Konzernebene und operativer Ebene werden
abgebaut; damit wird die Komplexität im Unternehmen verringert. Durch
die Integration der Verwaltungsfunktionen werden Berichtswege und
Entscheidungsprozesse kürzer, schneller und schlanker. "Wir wollen,
dass sich die Geschäftsfelder auf ihre automobilen Kernprozesse -
Entwicklung, Produktion und Verkauf - konzentrieren", fügte Zetsche
hinzu.
Die Konsolidierung zieht sich durch das gesamte Unternehmen. Wie bereits
entschieden, wird Dieter Zetsche die Doppelfunktion als Vorstandsvorsitzender
und gleichzeitig Leiter der Mercedes Car Group beibehalten. Vorstandsmitglied
Bodo Uebber wird seine doppelte Verantwortung - für Finanzen und Controlling
sowie DaimlerChrysler Financial Services - ebenfalls weiter wahrnehmen.
Vorstandsmitglied Rüdiger Grube verantwortet neben dem Ressort
Konzernentwicklung auch die Informationstechnologie (IT) und ist im Vorstand
für die Beteiligung EADS (European Aeronautic Defence and Space Company)
zuständig. Insgesamt reduziert sich die Zahl der Vorstandsmitglieder
auf neun (von zwölf vor einem Jahr).
Auch der Standort der Zentrale wird sich ändern. Die deutschen
Vorstandsmitglieder, die derzeit ihren Sitz in Stuttgart-Möhringen haben,
ziehen mit ihren Stäben in das Motoren-Stammwerk von Mercedes-Benz nach
Stuttgart-Untertürkheim und damit näher an die Produktion. Das
bedeutet, dass die Konzernzentralen zukünftig in
Stuttgart-Untertürkheim und Auburn Hills ansässig sein werden.
Einige Servicefunktionen sowie Funktionen, die nicht Verwaltungsfunktionen
sind, bleiben am Standort in Stuttgart-Möhringen.
Auf Basis dieser neuen Struktur wird DaimlerChrysler die wichtigsten Prozesse
zwischen den Geschäftsfeldern entsprechend "best-practice"-Kriterien
standardisieren.
Laut Zetsche wird die Zusammenarbeit zwischen der Mercedes Car Group und
der Chrysler Group deutlich enger werden, wobei es "eine klare Priorität
bleiben wird, die Identität unserer Marken weiter zu stärken. Es
wird zukünftig mehr Beispiele für Zusammenarbeit geben, insbesondere
was den Know-How-Transfer zwischen den Geschäftsfeldern betrifft - so
wie z. B. Chrysler bei der Entwicklung des 300 C von der Mercedes-Benz Kompetenz
beim Hinterradantrieb profitiert hat."
"Es wird mehr ,Projekthäuser' geben, in denen Ingenieure aus verschiedenen
Geschäftsfeldern zum Nutzen des gesamten Unternehmens zusammenarbeiten."
Ein aktuelles Beispiel ist das gemeinsame Projekt zur Entwicklung von
Hybridantrieben, in dem Mercedes-Benz- und Chrysler-Ingenieure in Teams
zusammenarbeiten (mit Experten von General Motors und BMW). Dort wird ein
neues Two-mode Hybridsystem entwickelt, das zukünftige Fahrzeuge von
Marken beider Geschäftsfelder antreiben wird. Ein weiteres Beispiel
ist die Zusammenarbeit zwischen dem Nutzfahrzeugbereich, der Mercedes Car
Group und der Chrysler Group bei der weltweit saubersten Dieseltechnologie
("BlueTec").
Zu den weiteren organisatorischen Veränderungen gehört, dass die
konzernweite Forschung und Technologie sowie die Entwicklung der Mercedes
Car Group in der Verantwortung von Vorstandsmitglied Thomas Weber
zusammengeführt werden. Das neue Ressort - Group Research & MCG
Development - wird weiterhin als Forschungs-Kompetenzzentrum für das
gesamte Unternehmen fungieren und erhält mit dieser Umordnung zunehmend
mehr Verantwortung für die Vorentwicklungs-Aktivitäten in allen
automobilen Geschäftsfeldern.
Damit werden die Einführungszeiten für zukünftige Technologien
verkürzt, die Kundenorientierung erhöht und Redundanzen beseitigt.
Auch in der von Vorstandsmitglied Andreas Renschler geleiteten Commercial
Vehicles Division wird es Veränderungen geben. Sie wird sich unter dem
Namen Truck Group auf das Kerngeschäft Lkw fokussieren. Die Ergebnisse
des Bus- und Transportergeschäfts werden in einem anderen Segment berichtet.
Zur Truck Group gehören in Zukunft: Trucks Europe/Latin America
(Mercedes-Benz), Trucks NAFTA (Freightliner, Sterling, Thomas Built Buses),
Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation sowie Truck Product Creation. Die
neue Struktur schafft weitere Synergien zwischen den regionalen Lkw-Bereichen
und -Marken; gleichzeitig ermöglicht sie es der Truck Group, ihre "Global
Excellence"-Initiative zu verstärken. Die Ergebnisse des Bus- und
Transportergeschäfts werden in einem neuen Segment berichtet, das Van,
Bus, Others heißt. Die direkte Führung der Bus- und
Transportergeschäfts wird eine stärkere Ausrichtung auf die
spezifischen Belange der Kunden und Märkte in diesen Produktsegmenten
ermöglichen. Wegen der Kommunalität bei Antriebsstrang und Komponenten
wird der Busbereich an den Leiter der Truck Group berichten, der
Transporterbereich an den Leiter der Mercedes Car Group.
Insgesamt wird das neue Führungsmodell die Kosten der Verwaltungsfunktionen
bei DaimlerChrysler verringern; Ziel ist es, Benchmark-Niveaus zu erreichen.
Zusammen mit anderen laufenden Programmen (wie dem CORE-Programm in der Mercedes
Car Group) sollen die Verwaltungskosten um rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr
verringert werden. Der Nettoeffekt der heute angekündigten Maßnahmen
beträgt 1 Milliarde Euro pro Jahr.
Die Vorbereitung für die Umsetzung dieses umfassenden Programm beginnt
sofort; die komplette Umsetzung wird drei Jahre dauern. Der Gesamtaufwand
für das Programm von 2006 bis Ende 2008 wird voraussichtlich bei 2
Milliarden Euro liegen.
Durch die Beseitigung von Doppelkapazitäten, die Konsolidierung von
Verwaltungsfunktionen und die Optimierung von Prozessen wird sich die
Mitarbeiterzahl über die nächsten drei Jahre um etwa 6000 Mitarbeiter
verringern. Diese Zahl entspricht rund 20 % der Verwaltungsstellen weltweit
(30 % auf Management-Ebene). Der Stellenabbau in den Verwaltungsfunktionen
kommt weltweit zum Tragen. Für die tariflichen Mitarbeiter in Deutschland
gilt dabei der Beschäftigungspakt "Zukunftssicherung 2012".
Der
DaimlerChrysler-Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Sitzung der neuen
Ressortverteilung im Vorstand zugestimmt. Sie wird zum 1. März 2006
wirksam.
Die für die Umsetzung dieser Entscheidungen notwendigen konkreten
Maßnahmen sollen dem Aufsichtsrat Ende April zur Genehmigung vorgelegt
werden. Anschließend beginnen die gesetzlich vorgesehenen Verhandlungen
mit der Arbeitnehmervertretung, die voraussichtlich im Juli abgeschlossen
sein werden. Dieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen über
zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des
Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben",
"einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten",
"planen", "projizieren", "sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen
solche vorausschauenden Aussagen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und
Unsicherheiten unterworfen. Einige Beispiele hierfür sind ein
konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen
der Wechselkurse, Zinssätze und Rohstoffpreise, die Einführung
von Produkten durch Wettbewerber, höhere Verkaufsanreize, die erfolgreiche
Umsetzung des CORE Programms der Mercedes Car Group und des neuen
Geschäftsmodells für smart, Lieferungsunterbrechungen bei
Produktionsmaterialen, die auf Materialengpässen, Streiks der Belegschaft
oder Lieferanteninsolvenzen beruhen, der Abschluss anhängiger
behördlicher Untersuchungen, sowie ein Rückgang der
Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen. Sollte einer dieser
Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten (einige von ihnen sind
unter der Überschrift "Risikobericht" im aktuellen Geschäftsbericht
von DaimlerChrysler sowie unter der Überschrift "Risk Factors" im aktuellen
Geschäftsbericht von DaimlerChrysler im Formular 20-F beschrieben, das
bei der U.S. Wertpapier-Börsenaufsichtsbehörde eingereicht wurde)
eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig
erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den
in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen
abweichen. Wir haben weder die Absicht noch übernehmen wir eine
Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese
ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung
ausgehen.
| DaimlerChrysler Communications,
Stuttgart (Germany), Auburn Hills (USA), January 24, 2006 |
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