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Mission Titelverteidigung.

1. Aufbruch in die Zukunft.
2. Termine und TV.
3. Strecken.
4. Teams.
5. Der BMW 320si WTCC.
6. Technische Daten.
7. Ablauf und Reglement.


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Mission: to defend the title.

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WTCC 2006

Nach dem erfolgreichen Comeback der FIA World Touring Car Championship (WTCC) im vergangenen Jahr geht die Serie 2006 in ihre zweite Saison.

../../GIF/bmw/bmw00003.gif, photo by bmw 20051. Aufbruch in die Zukunft.

../../JPG/BMW/bmw00176.JPG, der neue BMW 320si WTCC 2006-The new BMW 320si WTCC 2006, photo by bmw 03-2006 1987 und 2005 kämpften die weltbesten Tourenwagenpiloten bisher um die Krone des Sports, jeweils gewann ein BMW Fahrer den WM-Titel. Nach Roberto Ravaglia (ITA), der in einem BMW M3 vor 19 Jahren ganz vorne gestanden hatte, beendete Andy Priaulx (GBR) die Saison im Vorjahr auf dem Spitzenplatz. Aber damit nicht genug: Mit dem BMW 320i sicherte sich BMW auch den Sieg in der Herstellerwertung, zudem gewann BMW Privatier Marc Hennerici (Mayen) die Independents Trophy. Mit diesen Erfolgen endete die einmalige Karriere des BMW 320i Tourenwagen. Ein viel versprechender Nachfolger steht bereits in den Startlöchern: der BMW 320si. Die Ingenieure von BMW Motorsport haben diesen imposanten Rennwagen, der von einem rund 275 PS starken Vierzylindermotor angetrieben wird, auf Basis des gleichnamigen Serienmodells entwickelt. Der BMW 320si ist in einer limitierten Auflage von 2 600 Exemplaren erhältlich und bot den Entwicklern eine exzellente Grundlage für die Konstruktion einer schlagkräftigen Rennversion. "Ich bin sicher, dass der BMW 320si die Erfolgsgeschichte von BMW im Tourenwagensport fortschreiben wird", sagt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Die WTCC dürfte in diesem Jahr noch einmal spannender werden als 2005. Neue Hersteller sind dabei, das Feld wird weiter wachsen, und es gibt einige neue Strecken im Programm. Insgesamt bietet die Tourenwagen-WM alles, was eine Rennserie braucht. Mi unseren drei Länderteams und dem neuen BMW 320si sind wir gut aufgestellt, um wieder an der Spitze mitmischen zu können."

Viel Erfahrung und ein Neuling im Cockpit.

../../JPG/BMW/bmw00177.JPG, photo by bmw 03-2006 Wie 2005 schickt BMW auch in dieser Saison drei Länderteams ins Rennen. Nach seinem Triumph ist Priaulx, der die Farben vom BMW Team UK vertritt, der Gejagte. Allerdings ist diese Rolle für den Rennfahrer von der britischen Kanalinsel Guernsey keineswegs neu. Gemeinsam mit Teamchef Bart Mampaey (BEL) und seinem RBM-Team hatte Priaulx bereits 2004 die vorerst letzte Tourenwagen-EM für sich entschieden. Sowohl 2004 als auch 2005 lieferte sich der amtierende Weltmeister bis zum Saisonfinale ein packendes Duell mit Dirk Müller (Burbach), der im fünften Jahr in Folge für das BMW Team Germany - Schnitzer Motorsport antritt. Neben Dirk Müller vertraut Teammanager Charly Lamm (Freilassing) erneut auf die Dienste von Jörg Müller (Hückelhoven). Gemeinsam haben es die BMW Werksfahrer seit 2002 in der Europa- und Weltmeisterschaft auf eine bemerkenswerte Bilanz von 154 Rennstarts, 26 Siegen und 8 Polepositions gebracht. Auch Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain-ROAL Motorsport konnte sich in der vergangenen Saison in die Siegerliste der WTCC eintragen. In Oschersleben feierte er den ersten Erfolg bei einem WM-Lauf nach seinem schweren Unfall im Jahr 2001, bei dem er beide Beine verloren hatte. Außerdem errang er 2005 den Titel in der italienischen Tourenwagenmeisterschaft sowie einen Laufsieg beim European Touring Car Cup in Vallelunga. Der Triumph in Deutschland war der bisherige Höhepunkt seines Motorsport-Comebacks. Auch den neuen BMW 320si wird Zanardi mithilfe von speziell für seine Bedürfnisse entwickelten Umbauten bedienen. Teamchef Roberto Ravaglia hat das zweite Cockpit an Marcel Costa (ESP) vergeben. Sein Talent konnte der Pilot aus Guardiola del Bergueda schon 2002 unter Beweis stellen, als er den Titel in der spanischen Formel-3-Meisterschaft gewann.

Premieren und ein Comeback im Kalender - Stabiles Regelement.

../../JPG/BMW/bmw00178.JPG, photo by bmw 03-2006 Im Rennkalender der WTCC sind gegenüber dem Vorjahr zwei neue Strecken vertreten. Erstmals gastiert die Weltmeisterschaft in Brands Hatch (GBR). Im Rahmenprogramm der beiden Läufe auf der Insel werden auch die Talente der Formula BMW UK Championship, eine der weltweit vier BMW Nachwuchsserien, zu sehen sein. Der 3,695 Kilometer lange Kurs in Curitiba (BRA) feiert am 2. Juli sein Debüt als Austragungsort einer Meisterschaft mit FIA-Prädikat. Brünn (CZE) kehrt hingegen auf die Landkarte des internationalen Tourenwagensports zurück. Bereits zwischen 2001 und 2004 machte die Tourenwagen-EM auf der Naturrennstrecke Station. Darüber hinaus können sich die Fans in Monza (ITA), Magny-Cours (FRA), Oschersleben (DEU), Puebla (MEX), Istanbul (TUR), Valencia (ESP) und Macau (CHN) wieder auf Tourenwagensport der Extraklasse freuen. In Oschersleben sind auch die Youngsters der Formel BMW Deutschland Teil des WTCC-Rahmenprogramms. Das Super-2000-Reglement, nach dem der BMW 320si in der Weltmeisterschaft antritt, blieb weitgehend unverändert. Im Gegensatz zur Vorsaison müssen ab dem ersten Rennen in Monza am 2. April alle Fahrer 20 kg Handicapgewicht zuladen. Je nach Abschneiden in den WM-Läufen können bis zu 60 kg Ballast hinzukommen. Das maximale Zusatzgewicht beträgt daher in dieser Saison 80 kg. Auch hinsichtlich der Einheitsreifen gibt es für 2006 eine Änderung: Alle Fahrzeuge werden mit Pneus des japanischen Herstellers Yokohama antreten.

Jüngster Spross einer erfolgreichen Familie.

Seit ihrem ersten Einsatz 1977 haben die Rennmodelle der BMW 3er Reihe im Tourenwagensport Siege wie am Fließband gefeiert. Allein von der E46-Baureihe hat BMW Motorsport weltweit 115 Rennsport-Kits an Kundenteams verkauft. Mit dem BMW 320si führt BMW dieses Konzept auch 2006 und darüber hinaus fort. Der neue Wagen unterscheidet sich nicht nur optisch von seinem Vorgänger. Unter der Haube verbirgt sich analog zum Serienmodell ein Vierzylinder-Reihenmotor. Das hochdrehende Aggregat ist leichter und kompakter als sein Pendant mit sechs Zylindern und bot den Ingenieuren mehr Spielraum bei der Anordnung der weiteren Komponenten des BMW 320si. "Die Herausforderung liegt darin, die Leistungswerte des Vorgängers zu erreichen und zu übertreffen", meint Theissen. "Dabei profitieren wir von der engen Zusammenarbeit zwischen den Renningenieuren und ihren Kollegen in der Serienproduktion. Technologie, die sich im Renneinsatz bewährt hat, ist in die Entwicklung des Serienmodells eingeflossen und umgekehrt." Im BMW 320si kommt ein Fünfgang-Getriebe mit H-Schaltung und mechanischem Sperrdifferenzial zum Einsatz. Somit steht den Piloten der BMW Länderteams auch 2006 ein Auto mit einem Gewicht von 1140 kg zur Verfügung. Beim Wechsel zu einem sequenziell geschalteten Getriebe hätte das Basisgewicht laut Reglement auf 1170 kg angehoben werden müssen.

Vorbereitung auf eine lange Saison

Wie in den Jahren zuvor haben die BMW Fahrer gemeinsam für die 20 strapaziösen Rennen trainiert. Unter der Anleitung von Rennarzt Dr. Vincenzo Tota arbeiteten die Piloten in Italien an ihrer Fitness. Das Programm der BMW Trainingswoche vom 16. bis zum 21. Februar umfasste einen umfassenden Gesundheitscheck, Gymnastik, Kraft- und Ausdauertraining, mentale Vorbereitung sowie Physiotherapie. Außerdem erhielt jeder Pilot einen individuellen Trainingsplan. Aber nicht nur die Fahrer, sondern auch die Rennwagen mussten sich strapaziösen Dauerläufen unterziehen. Im Verlauf intensiver Testfahrten legten die BMW Länderteams mehrere tausend wertvolle Kilometer mit dem neuen BMW 320si zurück. Natürlich haben sich auch die zahlreichen Privatiers, die in der WTCC 2006 auf BMW Fahrzeugen an den Start gehen, intensiv auf die neue Saison vorbereitet. In der Yokohama Independents Trophy kämpfen sie um ein Preisgeld von insgesamt 350 000 Euro.
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../../GIF/bmw/bmw00003.gif, photo by bmw 20052. Termine und TV

Datum / Rennen / TV-Übertragung EUROSPORT (MEZ)

02. April / Monza, Italien  / 15:00–16:00 Uhr (15:00)
30. AprilMagny-Cours, Frankreich  / 15:00–16:00 Uhr (15:00)
21. MaiBrands Hatch, Großbritannien  / 15:00–16:00 Uhr (14:00)
04. Juni Oschersleben, Deutschland  / 15:00–16:00 Uhr (15:00)
02. JuliCuritiba, Brasilien  / 17:00–18:00 Uhr (12:00)
30. Juli Puebla, Mexiko  / 20:00–21:00 Uhr (13:00)
03. SeptemberBrno, Tschechische Republik  / 15:00–16:00 Uhr (15:00)
24. September / Istanbul, Türkei  / 14:00–15:00 Uhr (15:00)
08. OktoberValencia, Spanien / 15:00–16:00 Uhr (15:00)
19. NovemberMacau, China  / 05:00–06:00 Uhr (12:00)

Der Fernsehsender EUROSPORT wird ausführlich über die FIA WTCC Rennwochenenden berichten und die Rennen live übertragen. Die TV-Rechte der FIA WTCC werden durch EUROSPORT weiter vergeben und sind für nationale terrestrische Sender und internationale Kabel- und Satellitennetze verfügbar.
In Deutschland berichtet auch der Fernsehsender ZDF über die Geschehnisse in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Am Sonntag werden die Rennen im Rahmen der "SPORTreportage" zusammengefasst. Wie 2005 ist eine Übertragung der beiden deutschen WTCC-Läufe in Oschersleben geplant. Die Zuschauer des ZDF waren im Vorjahr live dabei, als Alessandro Zanardi vom BMW Team Italy-Spain das erste WM-Rennen seit seinem beeindruckenden Motorsport-Comeback feierte. Zuvor hatte der spätere Weltmeister Andy Priaulx (BMW Team UK) bereits den ersten Lauf in der "Motorsport Arena Oschersleben" für sich entschieden.
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../../GIF/bmw/bmw00003.gif, photo by bmw 20053. Strecken.

Neue Herausforderungen für die WTCC-Fahrer.

Der Rennkalender der FIA WTCC präsentiert sich in der Saison 2006 noch einmal interessanter. Die 20 Läufe der Serie finden in Europa, Asien und Amerika statt. Gleich drei Kurse feiern dabei ihr Debüt im Rennkalender  der wichtigsten Tourenwagen-Meisterschaft der Welt. Auf dem "Brands Hatch Circuit" treten die Piloten für die Läufe fünf und sechs der WTCC an.  Kaum eine Rennstrecke kann auf eine derart lange Tradition zurückblicken wie der 4,220 Kilometer lange Kurs im Süden Englands. Seit 1926 werden dort Rennen ausgetragen - nun macht zum ersten Mal eine offizielle FIA Tourenwagen-Meisterschaft auf der anspruchsvollen Berg- und Talbahn Station.

Auch das "Autodromo Internacional de Curitiba" ist ein Neuling im Kalender der WTCC. Die 3,695 Kilometer lange Strecke verlangt von den Autos sowohl eine hohe Endgeschwindigkeit auf der langen Geraden als auch eine gute Traktion im kurvigen Infield. Die Hauptstadt der brasilianischen Provinz Parana bietet den Schauplatz für die Läufe neun und zehn der WM. Kein Unbekannter in der internationalen Tourenwagen-Szene ist hingegen das "Automotodrom Brno". Zwischen 2001 und 2004 fanden im Rahmen der Europameisterschaft in jedem Jahr spannende Tourenwagen-Rennen auf der tschechischen Strecke statt. 2006 feiert der Kurs auf WM-Ebene ein Comeback im Kalender.

Die Strecken der FIA WTCC Saison 2006 im Überblick:

Monza, Italien – 1. & 2. Lauf
Strecke: Autodromo Nazionale di Monza
Länge: 5,770 km
Runden: 9 (51,93 km)
Web: www.monzanet.it
Sieger FIA WTCC 2005: D. Müller (BMW), J. Thompson (Alfa)

Magny-Cours, Frankreich – 3. & 4. Lauf
Strecke: Circuit de Nevers Magny-Cours
Länge: 4,410 km
Runden: 12 (52,92 km)
Web: www.magnyf1.com
Sieger FIA WTCC 2005: beide Läufe J. Müller (BMW)

Brands Hatch, Großbritannien – 5. & 6. Lauf
Strecke: Brands Hatch Circuit
Länge: 4,220 km
Runden: 12 (50,64 km)
Web: www.brandshatchcircuits.co.uk
Sieger FIA WTCC 2005: Veranstaltung nicht im Kalender

Oschersleben, Deutschland – 7. & 8. Lauf
Strecke: Motopark Oschersleben
Länge: 3,667 km
Runden: 14 (51,338 km)
Web: www.motopark.de
Sieger FIA WTCC 2005: A. Priaulx (BMW), A. Zanardi (BMW)

Curitiba, Brasilien – 9. & 10. Lauf
Strecke: Autodromo Internacional de Curitiba
Länge: 3,695 km
Runden: 14 (51,73 km)
Web: www.autodromodecuritiba.com.br
Sieger FIA WTCC 2005: Veranstaltung nicht im Kalender

Puebla, Mexiko – 11. & 12. Lauf
Strecke: Miguel E. Abed International Racetrack
Länge: 3,349 km
Runden: 16 (52,96 km)
Web: ---
Sieger FIA WTCC 2005: F. Giovanardi (Alfa), P. Terting (Seat)

Brno, Tschechien – 13. & 14. Lauf
Strecke: Automotodrom Brno
Länge: 5,403
Runden: 10 (54,03 km)
Web: www.automotodrombrno.cz
Sieger FIA WTCC 2005: Veranstaltung nicht im Kalender

Istanbul, Türkei – 15. & 16. Lauf
Strecke: Istanbul Otodrom
Länge: 5,378 km
Runden: 10 (53,78 km)
Web: www.msoistanbul.com
Sieger FIA WTCC 2005: F. Giovanardi (Alfa), G. Tarquini (Alfa)

Valencia, Spanien – 17. & 18. Lauf
Strecke: Circuit de la Comunitat
Länge: 4,005 km
Runden: 13 (52,065 km)
Web: www.circuitvalencia.com
Sieger FIA WTCC 2005: J. Gené (Seat), J. Müller (BMW)

Macau, China – 19. & 20. Lauf
Strecke: Circuito da Guia
Länge: 6,120 km
Runden: 9 (55,08 km)
Web: www.macau.grandprix.gov.mo
Sieger FIA WTCC 2005: A. Farfus jr. (Alfa), D. Huisman (BMW)
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../../GIF/bmw/bmw00003.gif, photo by bmw 20054. Teams.

BMW Team Germany – Schnitzer Motorsport
Jörg Müller (DEU) – Startnummer 42.
Dirk Müller (DEU) – Startnummer 43.
Teamchef: Herbert Schnitzer
Teammanager: Charly Lamm
Gründungsjahr: 1963
Anschrift: Görlitzer Straße 2a, D-83395 Freilassing
E-Mail: karl.lamm@schnitzer.de
Website: www.schnitzer.de

BMW Team UK – RBM.
Andy Priaulx (GBR) – Startnummer 1.
Teamchef: Bart Mampaey
Gründungsjahr: 1994
Anschrift: E. Walschaertstraat 2A, 2800 Mechelen, Belgien
Telefon/Fax: +32 15 42 30 00/+32 15 42 11 08
E-Mail: bart.mampaey@juma.net.bmw.be

BMW Team Italy-Spain – ROAL Motorsport.
Alessandro Zanardi (ITA) – Startnummer 4.
Marcel Costa (ESP) – Startnummer 5.
Teamchef: Roberto Ravaglia
Anschrift: Via Svizzera 18, 35157 Padova (PD), Italien
E-Mail: info@roal-motorsport.com
Telefon: +39 049 8703960
Fax: +39 049 8702125
Gründungsjahr: 2001
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../../GIF/bmw/bmw00003.gif, photo by bmw 20055. Der BMW 320si WTCC.

Neues Aushängeschild für den BMW Kundensport.

../../JPG/BMW/bmw00176.JPG, der neue BMW 320si WTCC 2006-The new BMW 320si WTCC 2006, photo by bmw 03-20062006 schickt BMW in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft ein komplett neues Auto ins Rennen, den BMW 320si. Der rassige Rennwagen wurde von  BMW Motorsport in München auf Basis des gleichnamigen Serienmodells entwickelt. Binnen neun Monaten ist ein Fahrzeug entstanden, das an die erfolgreiche Geschichte des Vorgängermodells BMW 320i anknüpfen soll. Mit dem 320si setzt BMW seine Philosophie des Kundensports auch in dieser Saison und darüber hinaus fort. Private Teams haben die Möglichkeit, ein Rennsport-Kit des BMW 320si zu erwerben und damit in insgesamt acht Meisterschaften weltweit nach Super-2000- bzw. Super Production Reglement um Siege zu kämpfen. Die BMW Länderteams in der WTCC konnten die neuen Fahrzeuge bereits im Dezember vergangenen Jahres in Empfang nehmen. Die Nachfrage von Seiten weiterer Kundenteams nach dem wohl sportlichsten Vertreter der neuen BMW 3er Reihe ist groß. Vor Saisonstart waren bereits 17 Bestellungen in München eingegangen.

Der BMW 320si WTCC hat sich diese Vorschusslorbeeren verdient.

Die Motorsport-Version setzt auf einem Serienfahrzeug auf, das den Ingenieuren eine exzellente Ausgangsbasis für die Entwicklung des Tourenwagens geboten hat. "Wir lagen mit der Entwicklung des Rennwagens nur wenige Wochen hinter der des Serienfahrzeugs", berichtet BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Das Grundkonzept, das dem 320si zugrunde liegt, eignet sich hervorragend dafür, dieses Auto auch auf der Rennstrecke einzusetzen."

Vom sportlichen Serienmodell in die WTCC.

../../JPG/BMW/bmw00177.JPG, photo by bmw 03-2006Im 320si bietet BMW Kunden mit besonders hoher Affinität zum Rennsport eine auf 2 600 Einheiten limitierte Edition der 3er Limousine an. Dank des hochdrehenden Vierzylinder-Motors, der bis zu 8 000 U/min erreicht, einer kurzen Hinterachsübersetzung (4,10) und dem M Sportfahrwerk mit 18-Zoll-Mischbereifung lässt sich der BMW 320si schon in der Serienversion sehr sportlich bewegen. Den rund 40 Mitarbeitern von BMW Motorsport, die an der Entwicklung des neuen WTCC-Rennwagens beteiligt waren, ist es gelungen, die Fahreigenschaften des Autos für den Einsatz in der höchsten Tourenwagenklasse der Welt noch einmal zu verbessern. Der BMW 320si WTCC ist länger und breiter als sein Vorgänger. "Ein breiteres Fahrzeug weist eine größere Stirnfläche auf", erklärt Theissen. "Das erhöht zunächst den Luftwiderstand. Über eine strömungsgünstigere Form gilt es, dies auszugleichen. Im Bereich der Aerodynamik ist gute Arbeit geleistet worden." Das neue Auto weist im Vergleich zum BMW 320i eine deutlich höhere aerodynamische Effizienz auf. Zugleich verfügt das neue Modell über ein breiteres und strafferes Fahrwerk. Eine Herausforderung für die Ingenieure war die Anpassung der Hinterachse des BMW 320si für den Einsatz auf der Rennstrecke. Die Fünf-Lenker-Achse weist gegenüber der Serienversion eine vergrößerte Spurweite und einen vergrößerten Radsturz auf. In Zusammenarbeit mit Sachs wurde ein neuer Hinterachs-Stoßdämpfer entwickelt, der eine fünffache Dämpferverstellung ermöglicht. Zudem konnten die Achsträger und bestimmte Anlenkpunkte optimiert werden.

Neuerungen gibt es auch bei der Pedalerie. Im BMW 320si WTCC bedienen die Piloten das Fahrzeug über eine stehende Pedalerie, die fest auf einer Platte im Fußraum montiert ist. Diese ist je nach Größe des Fahrers verstellbar. Auf diese Weise konnte der Schwerpunkt des Autos weiter abgesenkt werden. Naturgemäß spielt darüber hinaus die Gewichtsreduzierung bei der Entwicklung eines Rennwagens eine bedeutsame Rolle. Allein drei Kilogramm haben die Ingenieure in diesem Zusammenhang durch den Einsatz einer neuen Frontscheibe, die aus dem Spezial-Kunststoff Makrolon gefertigt wird, gewonnen.

Sicherheit im Cockpit, Kontinuität beim Getriebe.

../../JPG/BMW/bmw00178.JPG, photo by bmw 03-2006 Der BMW 3er gilt als äußerst sicheres Auto – und der neue 320si legt die Messlatte noch einmal höher. Das gilt sowohl für die aktive als auch die passive Sicherheit. Hinzu kommen jene Elemente, die das Reglement für die Rennversion vorschreibt. So wird auch im BMW 320si eine Stahl-Sicherheitszelle eingesetzt. Dabei profitierte BMW Motorsport bei der Entwicklung davon, dass es als Berechnungsinstitut für Sicherheitszellen von der FIA zertifiziert ist. Außerdem sind die Fahrer durch weitere Komponenten wie den Sicherheitssitz, den Head-and-Neck-Support (HANS), Crash-Pads in den Türen und Energie absorbierende Schäume geschützt. 2006 starten die BMW 320si mit einem für den Renneinsatz optimierten Fünfgang-Getriebe mit H-Schaltung und mechanischem Sperrdifferenzial. Mit Hilfe von integrierten Dehnmessstreifen (DMS) am Schalthebel wird ein Kraftsignal ermittelt. Je nach individueller Konfiguration dieses Quick-Shift-Systems erfolgt beim Gangwechsel eine Zündausblendung, die das Kuppeln unnötig macht. Ein sequenziell geschaltetes Sechsgang-Getriebe einzusetzen, würde das Basisgewicht des Fahrzeugs auf 1170 kg (inkl. Fahrer) anheben. So hingegen wiegt der BMW 320si WTCC mit Fahrer nur 1140 kg.

Neuentwicklungen für den Erfolg auf der Strecke.

Im BMW 320si WTCC kommt erstmalig ein CAN Bus System zum Einsatz. Darüber kontrolliert das neu entwickelte Leistungssteuergerät POWER400 alle Aktuatoren im Auto, wie z. B. Licht, Wischer, etc. Die herkömmliche Relais- und Sicherungstechnik entfällt. Eine erhebliche Gewichtsersparnis, geringere Fehleranfälligkeit und leichtere Bedienung sind die Resultate dieser Neuerung. Vorteile hinsichtlich variabler Schaltzeiten und der Motorkennfeld-Umschaltung versprechen sich die Ingenieure vom neuen Motorsteuergerät ECU404, einer weiteren Eigenentwicklung von BMW Motorsport. Auch die Software und die Bedienoberfläche dieses Geräts stammen von den Experten in München. Die Karosserie des BMW 320si WTCC entstand im BMW Werk Regensburg. Nur einen Steinwurf von den Fertigungsanlagen für die Serienproduktion entfernt werden die Rohkarossen für den Einsatz in der WTCC vorbereitet. Auch hier gilt die Maxime: Je mehr Gewicht gespart werden kann, desto besser. An anderen Stellen werden Verstärkungen eingeschweißt, um die obligatorische Sicherheitszelle einsetzen zu können.

Die Experten aus dem BMW Werk in Dingolfing wirkten an der Auslegung von Zahnform und Material des Hinterachsgetriebes mit. Zudem ist dort das Labor zur Qualitätssicherung beheimatet. Die Konzeption und Fertigung der Kardanwelle erfolgte gemeinsam mit dem BMW Werk in Landshut, wo auch jene 2 600 Motoren gegossen werden, die im Serienfahrzeug eingesetzt werden. Eine bestimmte Anzahl von Aggregaten wird davon später zu einem Rennmotor.

Im Verlauf des Entwicklungsprozesses erhielt BMW Motorsport tatkräftige Unterstützung von den Ingenieuren aus der Serienfertigung. So trugen die Nutzung des Windkanals, des Pendelprüfstands zur Ermittlung des Fahrzeugschwerpunkts und des Getriebeprüfstands maßgeblich dazu bei, dass der BMW 320si WTCC binnen weniger Monate entwickelt werden konnte.

Der BMW P45 Motor.

../../JPG/BMW/bmw00175.JPG, BMW P45 Motor des BMW 320si WTCC, BMW P45 Engine of the BMW 320si WTCC, photo by bmw 03-2006Der BMW P45 ist das kraftvolle Herz des BMW 320si WTCC. Im Gegensatz zum BMW 320i wird der neue Wagen von einem Zweiliter-Vierzylinder-Motor angetrieben. Dazu Theissen: "Unsere Konkurrenten sind in der Zweiliter-Klasse immer schon mit Vierzylinder-Motoren angetreten. BMW hatte hier mit dem Sechszylinder eine Sonderstellung in der Tourenwagen-WM eingenommen. Wir wollen nun beweisen, dass wir auch mit dem Vierzylinder eine entscheidende Rolle in der Meisterschaft spielen können." Der Vierzylinder ist leichter und kürzer als sein Pedant mit sechs Zylindern. Er bietet bei der vom Reglement vorgeschriebenen Höchstdrehzahl von 8 500 U/min ein weitaus günstigeres Drehmoment, ohne jedoch an Leistung zu sparen. Schon jetzt leistet der BMW P45 Motor etwa 275 PS und bewegt sich damit auf demselben Niveau wie sein Vorgänger. Der Motor ist weiter hinten im Fahrzeug angeordnet, was wiederum die Schwerpunktlage des BMW 320si verbessert.

Synergien auch im Motorenbau.

Auch hinsichtlich des Motors setzt der BMW 320si auf dem sportlichen und innovativen Serienkonzept auf. Der N45 Motor, der im Sondermodell 320si für 173 PS bei 7 000 U/min sorgt, ist das erste Serienaggregat mit Zylinderkopfhaube und integrierter Ölabscheidung aus Karbon. Beim Design griffen die Motorenentwickler auf eine konventionelle Ventilsteuerung mit zwei oben liegenden Nockenwellen, Schlepphebeln und vier Ventilen pro Zylinder zurück. Durch den Entfall zahlreicher bewegter Bauteile garantiert der Ventiltrieb sowohl im Editionsmodell als auch im Renneinsatz eine hohe Steifigkeit und Präzision selbst bei hohen Drehzahlen. Nach Modifikationen durch die Ingenieure von BMW Motorsport wurde das Aggregat auf den modernen Prüfständen im BMW Werk München auf Herz und Nieren geprüft. Anschließend musste sich der Rennmotor auf dem Rollenprüfstand bewähren. Dort wurden die mechanischen Leistungsverluste des Antriebsstrangs bestimmt. Anhand der gesammelten Daten arbeiteten die Ingenieure an weiteren Detailverbesserungen.

Wie der Serienmotor wird auch der BMW P45 in Landshut gegossen. Sein Zylinderkopf ist eine komplette Neukonstruktion. Die Gussrohlinge dafür entstehen in der Landshuter Formel-1-Gießerei. Computergesteuerte Werkzeugmaschinen bearbeiten die Ein- und Auslasskanäle sowie die Brennräume mit höchster Präzision und Oberflächengüte. Dies führt zusammen mit den größeren Ventilen und den angepassten Flanschkonturen auf der Ein- und Auslassseite für die optimale Gemischbildung. Spezielle Zündkerzen leiten schließlich, von Einzelzündspulen gesteuert, die Verbrennungsvorgänge ein. Formel-1-Technologie verbirgt sich aber auch in anderen Motorkomponenten, wie zum Beispiel den Schlepphebeln. Sie werden nach einem Verfahren beschichtet, das speziell für die BMW Formel-1-Motoren entwickelt wurde.
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../../GIF/bmw/bmw00003.gif, photo by bmw 20056. Technische Daten.

BMW 320si WTCC 2006.

Fahrzeug.

Länge: 4 535 mm
Breite: 1845 mm
Höhe: ca. 1350 mm
Radstand: 2 763 mm
Fahrzeuggewicht: 1140 kg (mit Fahrer)
Tankinhalt: ca. 45 Liter

Chassis/Karosserie:
selbst tragende Stahlblechkarosserie mit eingeschweißter Sicherheitszelle aus hochfestem Präzisionsstahlrohr; Sicherheitstankwanne aus CFK Sandwich; pneumatische Drei-Stempel-Schnellhebeanlage

Aerodynamikpaket:
Frontschürze, Heckschürze, Heckflügel, vordere Kotflügel und hintere Kotflügelverbreiterung aus CFK

Kraftübertragung:
Einscheiben-Kohlefaserkupplung über hydraulischen Zentralausrücker betätigt; Fünfgang-Renngetriebe mit gerade verzahnten unsynchronisierten Gangrädern, basierend auf dem Seriengetriebe; zusätzliche Öl/Luft-Kühler; durch Schaltkraft gesteuertes Quick-Shift System mit Zündausblendung; Serienhinterachsgetriebe mit mechanischer Differenzialsperre und zusätzlichem Öl/Luft-Kühler

Vorderachse:
Zwei-Gelenk-Federbeinachse mit gegenüber der Serienversion erhöhtem Nachlaufwinkel und vergrößerter Spurweite sowie vergrößertem Radsturz; fünffach verstellbare Stoßdämpfer; Rohrstabilisator

Hinterachse:
Fünf-Lenker-Achse, mit gegenüber der Serienversion vergrößerter Spurweite und vergrößertem Radsturz; fünffach verstellbare Stoßdämpfer; Stabilisator

Bremsanlage vorn:
Vierkolben-Bremssättel aus Aluminium; innen belüftete Grauguss-Bremsscheiben mit 332 mm Durchmesser, 32 mm Dicke

Bremsanlage hinten:
Zweikolben-Bremssättel aus Aluminium; Grauguss-Bremsscheiben mit 291 mm Durchmesser, 18 mm Dicke

Lenkung:
Zahnstangenlenkung mit elektrohydraulischer Servounterstützung

Räder:
Aluminiumfelgen, 9 x 17 Zoll

Reifen:
Yokohama-Rennreifen, 240/610R17 (vorn und hinten)

BMW P45 Motor.

Bauart:
Vierzylinder-Reihenmotor

Hubraum:
1999 ccm

Bohrung x Hub:
86 x 86 mm

Verdichtung:
11 : 1

max. Leistung:
ca. 275 PS bei ca. 8 300 U/min

max. Drehmoment:
ca. 242 Nm bei ca. 7 250 U/min

max. Drehzahl:
8 500 U/min (vom Reglement vorgegeben)

Zylinderblock:
Zylinderblock-Konstruktion aus Aluminium mit Bed Blade Unterteil

Kurbelwelle:
Stahlkurbelwelle mit reduzierten Lagerdurchmessern

Kolben:
geschmiedete Kastenkolben

Pleuel:
hochfeste Stahlpleuel

Zylinderkopf:
Aluminiumkonstruktion DOHC (Double Over Head Camshaft); vier Ventile pro Zylinder

Ventiltrieb:
zwei oben liegende Nockenwellen mit Kettenantrieb; Ventilbetätigung über Schlepphebel

Einlasssystem:
Einfachdrosselklappe (64 mm, Vorgabe Reglement); Luftsammler aus CFK mit ladungswechsel-optimierten Schwingrohren

Abgassystem:
Fächerkrümmer, Schalldämpfer und Katalysator

Kraftstoffsystem:
Einzelzylinder-Saugrohreinspritzung mit einem Einspritzventil pro Zylinder; Einspritzdruck 5,0 bar

Schmiersystem:
Nasssumpfschmierung mit optimierter Ölwanne/Ölabsaugung

Kühlung:
Wasser/Luft-Kühler und Öl/Wasser-Wärmetauscher Schwungrad: Stahl, gewichtsoptimiert auf 4 kg

Kraftstoff:
Einheitskraftstoff, Super Plus bleifrei

Elektrik/Elektronik.

Motorsteuerung:
BMW Motorsport ECU404 mit zwei leistungsstarken Mikroprozessoren; zylinderselektive Einspritzung und Zündung; Pit-Speed-Limiter-Funktion, Quick-Shift-Funktion; Motordaten-Memory-System

Energiemanagement:
Elektrische Energieverteilung und Überwachung mit BMW Motorsport POWER400 Steuergerät, Vernetzung aller Sensoren und Aktuatoren mittels eines Bussystems

Kabelbaum:
Gewichtsoptimiert

Zündspule:
4 Hochleistungs-Stabzündspulen mit integrierten Zündtreibern

Zündkerzen:
NGK Hochleistungs-Zündkerzen

Cockpit:
Frei programmierbares LCD Display mit integrierten Schaltlampen

Lenkrad:
Quick-Release-Multifunktionslenkrad mit integrierter Displaysteuerung
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../../GIF/bmw/bmw00003.gif, photo by bmw 20057. Ablauf und Reglement.

Die Rennwochenenden der FIA WTCC laufen nach folgendem Schema ab:

Am ersten Tag finden zwei freie Trainings à 30 Minuten und das 30-minütige Qualifying statt, in dem die Startaufstellung für Rennen 1 ermittelt wird.

Der zweite Tag beginnt mit dem Warm-up (15 Minuten).

Rennen 1 geht über eine Distanz von 50 Kilometern.

In der anschließenden Pause haben die Teams 15 Minuten Zeit, um die Fahrzeuge für das zweite Rennen vorzubereiten.

Die Startaufstellung für Rennen 2 ergibt sich aus dem Ergebnis des ersten Laufs. Allerdings starten die Top-Acht in umgekehrter Reihenfolge (der Sieger von Position acht, der Zweite von Position sieben, usw.). Fahrer, die Rennen 1 nicht beendet haben, werden am Ende der Startaufstellung platziert.

Rennen 2 hat ebenfalls eine Länge von 50 Kilometern.

In jedem Rennen erhalten die acht Bestplatzierten Meisterschaftspunkte nach folgendem Schlüssel:

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

10

8

6

5

4

3

2

1

In der FIA WTCC werden ein Fahrer- und ein Markentitel vergeben. Die Ergebnisse der zwei jeweils bestplatzierten Fahrer eines in die Meisterschaft eingeschriebenen Herstellers fließen in die Markenwertung ein.

Ab dem ersten Rennen in Monza erhalten alle Teilnehmer ein Grundhandicap von 20 Kilogramm. Die erfolgreichsten Fahrer eines Wochenendes (Kombination aus beiden Rennen) müssen für die darauf folgende Rennveranstaltung ein zusätzliches Handicapgewicht an Bord ihrer Autos nehmen. Es besteht die Möglichkeit, Gewicht auch wieder abzubauen.

Die Vergabe des Ballasts erfolgt nach folgendem Schlüssel:

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

ab 9.

+40 kg

+30 kg

+20 kg

+10 kg

0

–5 kg

–10 kg

–15 kg

–20 kg

Außerdem werden Zusatzgewichte nach der Anzahl der gesammelten WM-Punkte verteilt. Für je zehn gewonnene Zähler muss der Pilot fünf Kilogramm zuladen (20 Punkte = 10 kg, 30 Punkte = 15 kg, usw.). Die Zusatzgewichte aus beiden Kategorien werden vor jedem Rennwochenende addiert. Das maximale Zusatzgewicht beträgt 80 kg. Das Einsatzgewicht eines Fahrzeugs errechnet sich aus dem vorgeschriebenen Mindestgewicht plus Platzierungsgewicht des Fahrers.

In der FIA WTCC 2006 sind drei Fahrzeugkategorien zugelassen:

Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-2000-Reglement der FIA (z. B. der BMW 320si)

Tourenwagen mit Turbodiesel-Triebwerken gemäß dem Diesel-2000-Reglement der FIA (seit 2004)

Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-Production-Reglement der FIA

Derzeit sind in der WTCC nur Autos der ersten Kategorie vertreten.

Super-2000-Klasse.

In der Super-2000-Klasse sind als Basisfahrzeuge mindestens viersitzige, viertürige Limousinen mit mindestens 4,2 m Länge vorgeschrieben. Ihr Serienpendant muss innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2 500 Mal produziert worden sein und aus einer Fahrzeugfamilie mit mindestens 25 000 Stück pro Jahr stammen. Sie müssen als seriennahes Gruppe-A-Auto für den Motorsport homologiert und mit einem – ebenfalls von der FIA genehmigten – Umbau-Kit (z. B. spezielle Teile für Motor und Karosserie) für die FIA WTCC ausgerüstet sein.

Der Hubraum ist auf 2 000 ccm beschränkt. Je nach Motortyp sind unter-schiedliche Höchstdrehzahlen erlaubt. Sechszylinder dürfen bis 9000 Touren pro Minute drehen (Vierzylinder 8 500 U/min, Fünfzylinder 8 750 U/min). Jeder Motor muss mindestens bei zwei aufeinander folgenden Rennen eingesetzt werden. Wird der Motor vorher gewechselt, verliert der betroffene Fahrer zehn Plätze in der Startaufstellung. Ersatzfahrzeuge (T-Cars) sind nicht erlaubt.

Zwei Getriebe-Varianten sind zugelassen: konventionelle H-Schaltung auf Basis der Gruppe-A-Reglement-Homologation (maximal fünf Gänge) oder sequenziell geschaltet (sechs Gänge). Unterschiedliche Antriebskonzepte werden einander mittels individueller Fahrzeugmindestgewichte (jeweils inklusive Fahrer) angeglichen:

Heckantrieb, H-Schaltung: 1140 kg
Heckantrieb, sequenzielles Getriebe: 1170 kg
Frontantrieb, H-Schaltung: 1110 kg
Frontantrieb, sequenzielles Getriebe: 1140 kg

Es ist erlaubt, konstruktionsbedingt untergewichtige Fahrzeuge mittels Ballast auf das vorgeschriebene Mindestgewicht zu bringen. Ballast muss auf dem Fahrzeugboden entweder im Kofferraum oder im Cockpit befestigt werden. Die Bodenfreiheit des Fahrzeuges muss mindestens 80 mm betragen. Elektronische Fahrhilfen jeder Art (z. B. ABS, Traktionskontrolle) sind verboten. Ein Sperrdifferenzial ist erlaubt, die Wirkungsweise muss allerdings rein mechanisch sein.

Die Felgen sind auf die Maße 9 x 17 Zoll beschränkt. Reifen – verwendet werden Einheitsreifen der Marke Yokohama – dürfen nicht höher als 610 mm und nicht breiter als 250 mm sein. Die Anzahl der neuen Trockenreifen (Slicks), die jeder Fahrer pro Veranstaltung verwenden darf, ist auf zwölf neue und sechs zuvor gekennzeichnete, gebrauchte Reifen begrenzt. Ausnahmen sind die ersten beiden Läufe in Monza sowie die Veranstaltungen außerhalb Europas, bei denen jeweils 16 neue Slicks benutzt werden dürfen. Die Anzahl der Regenreifen ist nicht limitiert.

Ein von der FIA homologierter Sicherheitskäfig aus Stahl ist vorgeschrieben, ebenso ein Schalensitz, das HANS-System (Head and Neck Support) und Hosenträgergurte mit mindestens fünf Befestigungspunkten. Jede Form der drahtlosen Datenübertragung (Telemetrie) zwischen dem fahrenden Auto und dem Team ist verboten. Sprechfunk ist erlaubt.



BMW Group PressClub
March 2006

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